FAQ

Wir beantworten eure meist gestellten Fragen zum Thema digitale Jugendbeteiligung.

Nicht fündig geworden? Dann schreibt uns gerne eine Email an beteiligung@jmmv.de

Allgemeines

  • Was verstehen wir unter Jugendbeteiligung?

    Beteiligung nutzen wir synonym zum Wort Partizipation. Dies stammt aus dem Spätlateinischen (participatio) und bedeutet: teilhaben/teilnehmen. Menschen, in unserem Fall Jugendliche, können also an Entscheidungen, Prozessen und Ideen teilhaben. Wir sprechen oft von Jugendbeteiligung, weil es eben die spezielle Zielgruppe unserer Arbeit in den Mittelpunkt rückt.

    Beteiligung setzt Risikobereitschaft voraus.
 Die machtvolleren Akteure und Akteurinnen (meist Erwachsene) müssen auf zumindest einen Teil ihrer Gestaltungs- und Kontrollmacht verzichten. Das Ziel und die Ergebnisse eines Beteiligungsprozesses müssen (zumindest zu einem Teil) offen bleiben und die Grenzen aber transparent sein.

    Beteiligungsformen und -themen sind vielfältig. Vom Erstellen des Jahresprogramms im Jugendverband über das Mitbestimmen beim neuen Spielplatz oder der Schulhofumgestaltung bis hin zur politischen Partizipation durch Wahlen, Kampagnen und Mitarbeit in politischen Organisationen.
    Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen sind an vielen Stellen schon verankert: z.B. die EU-Kinderrechtskonvention, Europäische Charta der Grundrechte, Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG), im Baugesetzbuch und in einigen Länderausführungsgesetze zum KJHG. Manche Bundesländer haben auch in ihren Gemeindeordnungen oder Kommualverfassungen Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen festgeschrieben.

    Ins Grundgesetz müssen die Kinderrechte, von denen das Recht auf Beteiligung eines ist, noch aufgenommen werden. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen auch nicht in der Kommunalverfassung festgeschrieben.
    Wir hoffen, das ändert sich vielleicht bald.

     

  • Was ist digitale Jugendbeteiligung?

    In unserer Erfahrung arbeiten viele Fachkräfte, die Jugendbeteiligungsprozesse begleiten, auch schon digital.

    Termine abstimmen, Erinnerungen verschicken oder einfach mal eine Ideensammlung machen – ganz viel davon passiert schon online.

    Am Besten gelingt digitale Beteiligung, wenn man die Jugendlichen, die dabei sein sollen und wollen, miteinbezieht; also mit ihnen gemeinsam bespricht, welche Schritte oder Prozessteile z.B. zusätzlich digital begleitet werden können.

    Gemeinsam Tools auszuprobieren oder sich auf das eine oder andere Tool zu einigen, erhöht auf jeden Fall die Chance, dass es was wird.

    Digitale Jugendbeteiligung heißt dabei nicht, dass komplette Beteiligungsprozesse digitalisiert werden müssen. Das geht auch gar nicht und auch gar nicht immer erfolgversprechend.

    Auch bei der Digitalen Jugendbeteiligung gilt: Der Prozess steht im Vordergrund und die Methoden, also auch die digitalen Tools und Medien, werden der Zielgruppe und dem Prozess entsprechend ausgewählt.

    Aber ihr kennt das sicherlich – ein Beispiel aus dem analogen Beteiligungsleben: Irgendwo einen neuen Energizer kennengelernt oder eine neue Fragetechnik? Und mit der einen Zielgruppe funktioniert das wirklich gut und ihr denkt „Cool! Das mache ich mit der nächsten Jugendgruppe auch.“ Da steht ihr dann vor ihnen. Menschen gucken dich mit großen, fragenden Augen an: „Was die nun schon wieder will?!“ Dann bespricht man eben mit den Jugendlichen, welcher Energizer dann beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen besser ankommt.

    Und genau so geht es auch mit den digitalen Tools: gemeinsam auch Neues ausprobieren und gemeinsam besprechen, welche Tools man nutzen möchte. Und genau so wie wenn ihr irgendwo ein neues Spiel und einen neuen Energizer kennenlernt, nutzt doch einfach ein neues Tool, seid neugierig und probiert es aus. Manchmal braucht man eben auch ein bisschen Zeit, damit es sich etabliert oder damit man alle Kniffe und Tricks rausfindet.

  • Ich möchte mehr zur digitalen Jugendbeteiligung lernen/wissen, was habe ich für Möglichkeiten?

    Wir erklären Begriffe, stellen Tools, also digitale Werkzeuge, vor und beraten auch.

    Du kannst dich auf unserem Instagramkanal @digitalejugendbeteiligung umsehen und unseren Newsletter abonnieren.

    Seit Mitte März gibt es auch „Talk and Tools - Der Jugendbeteiligungspodcast“. So kannst du dir hörend Wissen aneignen zu unserem Thema.

    Lust auf selber lernen?

    In unserem Online-Kurs für digitale Jugendbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern #jbjMOOCmv kannst du konkrete Werkzeuge erproben und lernen wie digitale Jugendbeteiligung umgesetzt werden kann. Nehmt an unserem kostenlosen MOOC teil.

    Bei jugend.beteiligen.jetzt gibt es eine tolle Tool-Sammlung für die digitale Jugendbeteiligung: https://jugend.beteiligen.jetzt/werkzeuge
     

    Wenn du noch nicht fündig geworden bist, dann meld dich gerne bei uns per Mail: beteiligung@jmmv.de

     

  • Wo finde ich Projekte, Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern um mich zu engagieren?

    Dafür gibt es die Beteiligungskarte. Sie wurde vom Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit Jugendlichen entwickelt.

Tool-Tipps

  • Videochat

    Wir können dir die hier gelisteten Tools empfehlen. Bitte checkt aber immer die Tools, bevor ihr sie einsetzt. Bezahlsysteme, Freiminuten etc. könnten sich geändert haben seit der Veröffentlichung dieser Übersicht.

    Für alle Tools zu empfehlen: Eigene Kopfhörer und Mikro parat haben. Da reichen auch oft die Kopfhörer vom Smartphone. Mindestens jedoch Kopfhörer (ohne Mirko) verwenden, da es sonst oft ne fiese Rückkopplung gibt.

    Wie stabil oder störungsfrei die Tools funktionieren hängt auch von den Internetverbindungen der Beteiligten ab.

     

    Jitsi

    • keine Registrierung notwendig
    • kostenlos
    • Videochatten mit so vielen Teilnehmenden wie du willst
    • Open Source
    • Browser basiert am PC und Apps für iOS und Android vorhanden

     

    ZOOM

    • Registrierung notwendig, für die Person, die den Videochat-Raum einrichten will
    • kostenlose Variante: bis zu 100 Teilnehmer für max. 40 Minuten
    • Browser basiert am PC und Apps für iOS und Android vorhanden

     

    Whereby (früher appear.in)

    • Registrierung notwendig, für die Person, die den Videochat-Raum einrichten will
    • kostenlose Variante: bis zu 4 Teilnehmer
    • Browser basiert am PC und fürs Smartphone (Beta-Version) und Apps für iOS und Android vorhanden

     

    Palava

    • entscheiden zwischen Audio oder Video oder Audio & Video-Räumen
    • keine Registrierung notwendig
    • kostenlos
    • Videochatten mit so vielen Teilnehmenden wie du willst
    • Open Source
    • Browser basiert am PC und am Handy

     

  • Telefonkonferenz

    Wir können dir folgende Tools empfehlen. Bitte checkt aber immer die Tools, bevor ihr sie einsetzt. Bezahlsysteme, Freiminuten etc. könnten sich geändert haben seit der Veröffentlichung dieser Übersicht.

    Meebl

    • keine Registrierung notwendig
    • einmal Email-Adresse angeben und Sicherheitscode erzeugen für den eigenen Konferenzraum
    • kostenlos für Anrufer mit Festnetz-Flatrate
  • Textchat

    Wir können dir folgende Tools empfehlen. Bitte checkt aber immer die Tools, bevor ihr sie einsetzt. Bezahlsysteme, Freiminuten etc. könnten sich geändert haben seit der Veröffentlichung dieser Übersicht.

    Messenger-Apps: Gruppen einrichten über z.B. Signal

     

    Discord

    • Gruppenräume, private Chats, Telefonie/Video
    • über die App/im Browser möglich (eigenen Server aufsetzen sehr einfach!)

     

    Slack

    • webbasierter Instant-Messaging-Dienst mit Gruppenräume und private Chats etc.
  • Gemeinsam an Texten u.ä. arbeiten

    Wir können dir folgende Tools empfehlen. Bitte checkt aber immer die Tools, bevor ihr sie einsetzt. Bezahlsysteme, Freiminuten etc. könnten sich geändert haben seit der Veröffentlichung dieser Übersicht.

     

    Etherpads:

  • Ideen und Fragen sammeln sowie Abstimmungen

    Wir können dir folgende Tools empfehlen. Bitte checkt aber immer die Tools, bevor ihr sie einsetzt. Bezahlsysteme, Freiminuten etc. könnten sich geändert haben seit der Veröffentlichung dieser Übersicht.

     

    Padlet

     

    Mentimeter

     

    Slido

    • Fragen und Antworten in virtuellen Veranstaltungen

     

    PINGO

    • Fragen und Antworten in virtuellen Veranstaltungen

     

    Flinga

    • Kommentare, Fragen und Antworten sammeln und sichtbar machen

     

    Tweedback

     

    AnswerGarden

    • einfaches Feedback-Tool